Belastbare klinische Studien am Menschen zu Hydrolaten sind selten. Zwei Datenpunkte lohnen die Kenntnis. Eine randomisierte kontrollierte Pilotstudie mit 60 Chemotherapie-Patienten unter 5-Fluoruracil-basierten Schemata untersuchte eine Mundspuelung aus Salbei-, Thymian- und Pfefferminz-Hydrolat. In der Interventionsgruppe entwickelten an Tag 5 nur 10 Prozent eine Grad-1-Mukositis gegenueber 53,3 Prozent in der Kontrollgruppe. Das ist die bisher stabilste positive Humanevidenz fuer eine Hydrolatanwendung. Auf der anderen Seite fand eine kontrollierte Studie mit 45 Teilnehmenden, publiziert in GMS Hygiene and Infection Control 2020, keinen messbaren antimikrobiellen Effekt einer Handreinigung mit Rosenhydrolat auf die Hautflora im Vergleich zu alkoholischer Haenderdesinfektion. Marketingaussagen, die Rosenwasser als Hygieneprodukt positionieren, sind damit nicht gedeckt.
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