Was muss ich über Sorgfältige Trennung der Evidenzebenen wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Bei den Wirkungsaussagen ist besondere Ehrlichkeit nötig, weil hier oft Laborbefunde als Beweise für die Anwendung am Menschen ausgegeben werden. Man muss die Evidenzebenen streng trennen. Für Lamiaceae-Öle ist eine antioxidative Wirkung belegt, allerdings ausschließlich in vitro, also im Reagenzglas, mit Testverfahren wie DPPH-, ABTS- und FRAP-Assays. Tier- oder Humandaten zur antioxidativen Wirksamkeit liegen im betrachteten Review nicht vor. In-vitro belegt heißt nicht am Menschen belegt. Ähnliches gilt für die antibakterielle und antimykotische Wirkung. Dass Oregano- oder Thymianöl gegen Keime wie E. coli, S. aureus oder den Hefepilz Candida albicans wirkt, ist per In-vitro-Methoden wie Agar-Diffusion und Bestimmung der minimalen Hemmkonzentration belegt. Diese Laborwirksamkeit lässt sich nicht direkt auf die klinische Anwendung am Menschen übertragen. Auch die vielfach untersuchte familientypische antimikrobielle Wirkung, getestet über Apiaceae, Lamiaceae, Lauraceae, Myrtaceae und Rutaceae gegen Biofilme und Quorum-Sensing, stammt aus In-vitro-Assays, nicht aus der Anwendung am Menschen.
Quellenstatus
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