Ist Antimikrobielle und antimykotische Wirkung wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?
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TIKKI Wissensantwort
Antimikrobiell zeigt Nelkenöl im Labor ein breites Spektrum. Öl und Eugenol hemmen zahlreiche gram-positive und gram-negative Bakterien, darunter Escherichia coli, Salmonellen und Staphylococcus aureus, mit Hemmhöfen von etwa 4,7 bis 18,6 Millimetern, und wirken auch gegen Biofilme. Mechanistisch werden eine Störung der Zellmembran und eine erhöhte Durchlässigkeit mit Austritt von Protein und Lipid beschrieben, teils synergistisch mit Antibiotika. Diese In-vitro-Aktivität ist gut belegt und hat hohe Confidence (NCBI PMC8538430; PMC7227856; PMC10934863). Gegen Pilze, besonders Candida einschließlich Biofilmen, liegen minimale Hemmkonzentrationen von etwa 0,25 bis 2 Milligramm pro Milliliter vor. Eugenol senkt den Ergosterolgehalt der Pilzmembran, hemmt die Keimschlauchbildung und wirkt synergistisch mit dem Antimykotikum Fluconazol. Auch das ist gut belegte Laborwirkung (He et al., Mycopathologia 2007; NCBI PMC9821947).
Öffentliche Quellen
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