Die traditionelle Nutzung reicht weit über das hinaus, was moderne Studien einzeln absichern. Für die Deutsche Kamille sind sowohl Kommission E als auch die HMPC-Klassifikation der EMA einschlägig. Anerkannt und monographiert sind Kamillenblüten und deren Zubereitungen bei entzündlichen Erkrankungen und Krampfzuständen des Magen-Darm-Trakts (innerlich), bei entzündlichen Erkrankungen der Haut und Schleimhaut einschließlich der Mundschleimhaut, bei bakteriellen Hauterkrankungen, im Anal- und Genitalbereich als Bad oder Spülung sowie bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege per Inhalation (traditionell mit behördlicher Anerkennung, hohe Confidence; Kommission-E-Monographie; HMPC-Klassifikation; Restorative Medicine Monograph). Über die anerkannten Indikationen hinaus wird Kamille traditionell auch bei Menstruationsbeschwerden, bei leichter Unruhe und Einschlafstörungen sowie zur Wundheilung eingesetzt. Für viele dieser Anwendungen fehlt eine belastbare Studien-Evidenz speziell für das ätherische Öl (traditionell, mittlere Confidence; PMC3210003; heilpflanzen-atlas.de).
Öffentliche Quellen
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