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Was muss ich über Pfefferminze, Menthol und CYP3A4 wissen?

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Was muss ich über Pfefferminze, Menthol und CYP3A4 wissen?

Pfefferminzoel sowie seine Bestandteile Menthol und Menthylacetat hemmen CYP3A4 reversibel. Das ist im Labor an menschlichen Lebermikrosomen als moderat starke, umkehrbare Hemmung gezeigt worden. Der Mechanismus ist die konkurrierende, lockere Bindung am Enzym, also nur bei gleichzeitig hoher Konzentration bedeutsam. Es gibt hierzu auch einen Humanbeleg, allerdings mit oraler Hochdosis. In einer kleinen Studie mit gesunden Probanden erhoehte eine Einzeldosis von 600 mg Pfefferminzoel oral die Aufnahme des Blutdruckmittels Felodipin, eines CYP3A4-Substrats, auf etwa 140 Prozent. Zum Vergleich lag Grapefruitsaft in aehnlichen Untersuchungen bei rund 173 Prozent. Wichtig zur Einordnung: Das war eine hohe orale Dosis in einer kleinen Gruppe. Bei ueblicher verduennter Haut- oder Inhalationsanwendung gilt eine solche Interaktion als unwahrscheinlich. Reines Menthol allein zeigte in einer separaten Humanstudie keinen Effekt auf Felodipin.

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