Welche Gegenbefunde und Grenzen gibt es bei Kernantwort: welche Öle, kurz gefasst?
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TIKKI Wissensantwort
Für Regelschmerz ist die am besten belegte Gesamtaussage: Aromatherapie, entweder als Inhalation oder als Bauchmassage mit verdünnten ätherischen Ölen, senkt den Menstruationsschmerz stärker als Placebo. Meta-Analysen mit insgesamt rund 1.677 bis 1.787 Teilnehmerinnen zeigen konsistent mittlere Effektstärken (standardisierte Mittelwertdifferenz, SMD, etwa minus 0,80 bis minus 0,91). In einer Evidenzsynthese des US-Veterans-Affairs-Programms galt der Menstruationsschmerz sogar als das Beschwerdebild mit der insgesamt stärksten Aromatherapie-Evidenz. Wichtig ist die Trennung der Ebenen: Dass Aromatherapie beim Regelschmerz hilft, ist vergleichsweise gut belegt; welches einzelne Öl in welcher Mischung genau wie viel beiträgt, ist deutlich schwächer belegt (Belegstufe Mensch, Konfidenz hoch für die Gesamtaussage; Song et al. 2018, J Clin Med, PMC6262530; Meta-Analyse PMC10183852; VA Evidence Synthesis Program 2019). Die am häufigsten untersuchten und praktisch am meisten empfohlenen Öle sind Lavendel (Lavandula angustifolia), Muskatellersalbei (Salvia sclarea, englisch Clary Sage), Majoran, Rose (Rosa damascena) und Römische Kamille, meist in Kombination. Für die Route gilt: Inhalation über einen Diffuser oder Riechstift ist die am besten untersuchte und zugleich sicherste Anwendungsform. Zwei orale Ansätze mit guter Studienlage, nämlich Fenchel und Zimt, wirken über eingenommene Zubereitungen und nicht über das ätherische Öl im Diffuser; sie gehören in einen eigenen Abschnitt (siehe unten), weil die orale Einnahme ätherischer Öle ohne Fachbegleitung nicht empfohlen wird. Bei PMS liegt der belegte Nutzen vor allem im seelischen Bereich: Aromatherapie, überwiegend inhalativ, reduziert vor allem emotionale Symptome wie gereizte Stimmung, Angst und Niedergeschlagenheit stärker als die körperlichen Beschwerden. Die Datenbasis ist hier allerdings dünn.
Öffentliche Quellen
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