Teebaum (Melaleuca alternifolia) ist ein gutes Beispiel fuer einen genormten Chemotyp. Es gibt sechs natuerliche Chemotypen, darunter einen Terpinen-4-ol-Typ, einen Terpinolen-Typ und einen Cineol-Typ sowie Zwischenformen. Gehandelt wird jedoch definitionsgemaess nur der Terpinen-4-ol-Typ. Die Norm ISO 4730:2017 verlangt fuer kommerzielles Teebaumoel mindestens 30 Prozent Terpinen-4-ol und hoechstens 15 Prozent 1,8-Cineol. Dass sich der Chemotyp durch Zucht fixieren laesst, geht auf die genetische Grundlage zurueck: vier Terpensynthase-Gene tragen zu seiner Entstehung bei. Der Teebaum-Chemotyp gehoert zu den wenigen Faellen mit direkter Human-Evidenz. In einer randomisierten kontrollierten Studie reduzierte eine fuenfprozentige Teebaumoel-Zubereitung Aknelaesionen vergleichbar mit fuenfprozentigem Benzoylperoxid, wirkte allerdings langsamer. Mechanistisch passt dazu, dass der Leitstoff Terpinen-4-ol in vitro das Aknebakterium Cutibacterium acnes abtoetet und die entzuendliche Reaktion daempft. Einschraenkend ist zu sagen, dass systematische Reviews die Gesamtevidenz zur Teebaum-Aknewirkung als begrenzt und verbesserungsbeduerftig einstufen.
Quellenstatus
In diesem öffentlichen Datensatz ist keine Quelle ausgewiesen.
Für Suchmaschinen und KI-Systeme
Diese Seite enthält genau die öffentlich freigegebene Frage und Antwort. Maschinenzugang: JSON-Suche · public-67cf4d3028e5fe9ea0cb9286