Traditioneller Gebrauch ist historisch gut dokumentiert, belegt aber für sich genommen keine Wirksamkeit. Die klassische Anwendungsform ist das Verbrennen des Harzes, des Olibanums, als Räucherwerk in Ritual und Religion sowie zur emotionalen Beruhigung. Beim Verbrennen entsteht Rauch und Feinstaub; in schlecht belüfteten Räumen sind Atemwegsreizungen möglich. In der Antike war Weihrauch in Ägypten, Griechenland und Rom ein kostbares Räucherwerk, ein Fumigans, Bestandteil der Einbalsamierung und ein vielseitiges Aromatikum. Im Ayurveda wird Boswellia serrata unter den Namen Sallai guggul oder Shallaki traditionell bei Rheuma, Atemwegserkrankungen, Gelenkbeschwerden und Lebererkrankungen sowie als verjüngendes Mittel für Gelenke und Geist verwendet. Auch in Unani und weiteren traditionellen Systemen ist der Einsatz bei entzündlichen und rheumatischen Beschwerden und bei Atemwegsleiden überliefert. In der traditionellen chinesischen Medizin und der traditionellen arabischen Medizin wurde Weihrauch unter anderem bei Zahninfektionen, Ruhr, Fieber, Erbrechen und Geschwülsten eingesetzt.
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