Rosmarin ist ein immergruener, aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Lippenbluetler. Der lange gebraeuchliche Name Rosmarinus officinalis wurde botanisch neu eingeordnet, sodass die Art heute vielfach als Salvia rosmarinus gefuehrt wird; beide Bezeichnungen meinen dieselbe Pflanze. Urspruenglich im Mittelmeerraum beheimatet, wird Rosmarin heute in vielen warmen Regionen kultiviert. Fuer die Oelqualitaet sind Spanien, Marokko, Tunesien und Frankreich die klassischen Herkunftslaender. Fuer das Verstaendnis des Oels ist entscheidend, dass Herkunft, Klima und Erntezeitpunkt die Zusammensetzung stark veraendern. Spanische Oele sind typischerweise reich an alpha-Pinen, 1,8-Cineol und Campher. Franzoesische Oele enthalten haeufig mehr Bornylacetat und Verbenon. Marokkanische und tunesische Oele sind besonders cineolreich, mit 1,8-Cineol-Anteilen, die je nach Analyse bis in den Bereich von etwa 43 bis 58 Prozent reichen koennen. Diese Herkunftsunterschiede sind gut dokumentiert und praxisrelevant, weil sie sowohl das Wirkprofil als auch die Sicherheitsbewertung mitbestimmen.
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