Aetherische Oele werden seit Jahrhunderten in Volksmedizin und Aromatherapie eingesetzt: Lavendel gegen Unruhe, Pfefferminz gegen Verdauungsbeschwerden, Teebaum gegen Hauterkrankungen, Eukalyptus und Kiefer bei Erkaeltung, Kuemmel und Fenchel bei Blaehungen, Bergamotte zur Entspannung. Diese Traditionen erklaeren Popularitaet und OTC-Status, sind aber kein Wirksamkeitsnachweis. Jede pauschale Wirkungsbehauptung muss einzeln durch klinische Daten gestuetzt werden. CBD hat keine vergleichbar lange dokumentierte Anwendungsgeschichte. Der weitverbreitete Konsum ist ein Phaenomen der letzten zehn bis fuenfzehn Jahre, insbesondere seit der US-Farm-Bill 2018, und ist massgeblich Marketing-getrieben. Genau deshalb entsteht die Kontroverse: Silexan als Lavendel-Arzneimittel ist bei Angst evidenzbasiert zugelassen, waehrend CBD-Oele im gleichen Indikationsfeld mit vergleichbaren Claims frei verkauft werden, obwohl die kontrollierte Evidenz duenner und regulatorisch ungeklaert ist. Quellen: NAHA Aromatherapy Safety; OeGwA-Wintertagungen; Cannigma Overview.
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