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Ätherische Öle · DE

Welche Quellen gibt es für Aussagen über Mechanismen, die zum Scharfstoff gehören, nicht zum Öl?

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Welche Quellen gibt es für Aussagen über Mechanismen, die zum Scharfstoff gehören, nicht zum Öl?

Die molekular am besten verstandene antiemetische, also übelkeitshemmende, Grundlage des Ingwers betrifft die Scharfstoffe und damit ausdrücklich nicht das ätherische Öl. In Zellversuchen wirken Gingerole und Shogaole als nicht-kompetitive Antagonisten am 5-HT3-Serotonin-Rezeptor und hemmen den serotonin-ausgelösten Calcium-Einstrom durch den Rezeptorkanal, wobei 6-Shogaol am stärksten wirkte. Das ist eine plausible molekulare Erklärung für eine Wirkung gegen Übelkeit, gilt aber für den Ingwer-Extrakt, nicht für das Öl (Walstab et al. 2013, European Journal of Pharmacology, S0014299905011179; Review PMC8893993). Ergänzt wird dieses Bild durch Tiermodelle, ebenfalls mit Scharfstoffen. Bei Ratten dämpfte 6-Gingerol eine cisplatin-ausgelöste Pica, ein Verhaltenssurrogat für Übelkeit, über den Signalweg aus 5-HT3-Rezeptor, Calcium, CaMKII und ERK1/2. Bei Mäusen hemmte 6-Shogaol die Aktivierung nozizeptiver vagaler C-Fasern im Bereich von Speiseröhre und Magen, wobei die Signalübertragung von den Rezeptoren TRPA1 und 5-HT3 abhängig war. Beides sind Tierbefunde mit mittlerer Confidence und beziehen sich auf Gingerole beziehungsweise Shogaole (Journal of Functional Foods 2022, S1756464622004595; PMC9654566, 2022).

Öffentliche Quellen

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