Welche Rolle spielen Anwendung, Dosis und Produktform bei Kontaktallergen und Hautsensibilisierung?
T
TIKKI Wissensantwort
Ylang-Ylang-Öl ist ein anerkanntes Kontaktallergen und Teil von Standard-Patchtest-Reihen der dermatologischen Diagnostik (etwa ACDS und NACDG). Es kann eine allergische Kontaktdermatitis auslösen, also eine Typ-IV-Reaktion. Relevante Sensibilisatoren im Duftkontext sind unter anderem Isoeugenol, Geraniol, Citral und die Oxidationsprodukte von Linalool (klinische Dermatologie-Reviews PMC8243157; IVDK-Daten, Geier 2022, Contact Dermatitis). Insgesamt zählt Ylang Ylang zu den stärker sensibilisierenden ätherischen Ölen mit einem moderaten Risiko der Hautsensibilisierung. Welche Inhaltsstoffe genau die Reaktivität verursachen, ist nicht abschließend geklärt; Isoeugenol liegt nur in Spuren vor, diskutiert werden daneben auch Germacren D und der p-Kresylmethylether (roberttisserand.com; Tisserand & Young, Essential Oil Safety). Diese Punkte sind etabliert mit hoher Sicherheit. Von der Anwendung auf hypersensibler, geschädigter oder erkrankter Haut ist abzuraten.
Öffentliche Quellen
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