Für das ätherische Zimtrindenöl selbst gibt es praktisch keine belastbaren randomisierten Humanstudien zu klinischen Endpunkten wie Glukose, Infektion oder Entzündung. Aussagen zu Human-Wirkungen des Öls beruhen auf Extrapolation aus Labor- und Tierdaten und sind spekulativ. Reviews vermerken das ausdrücklich, etwa mit dem Hinweis, dass zum flüchtigen Öl wenig Forschung existiert. Diese Lücke hat hohe Confidence (fehlende Studienlage; PMC8840343). Was es gibt, betrifft Zimt-Extrakt und -Pulver, nicht das Öl. Die Cochrane-Übersichtsarbeit von Leach und Kumar aus dem Jahr 2012 wertete zehn randomisierte kontrollierte Studien mit 577 Patienten aus und fand keinen signifikanten Unterschied bei HbA1c, Insulin oder postprandialer Glukose; die Evidenz wurde als unzureichend eingestuft (Cochrane CD007170; PubMed 22972104). Einige neuere randomisierte Studien und Meta-Analysen zeigen zwar moderate Senkungen der Nüchternglukose und teils des HbA1c mit Zimtpulver oder Cassia, doch die Ergebnisse sind heterogen, mit hohem Bias-Risiko und uneinheitlichen Dosen und Arten. Ein etablierter klinischer Standard ist das nicht; die Confidence ist mittel (Meta-Analysen zum Beispiel Wiley ptr.8026; MDPI 2673-396X/6/1/3; Frontiers fphys.2022.960580).
Öffentliche Quellen
Verknüpfte Quellen mit dem im Datensatz ausgewiesenen Prüfstatus: