Was muss ich über Die Grenzen der Evidenz — Verblindung, Bias und Heterogenität wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Die wahre Effektstärke ist wahrscheinlich überschätzt. Reviews zeigen durchgängig sehr hohe Heterogenität, mit I-Quadrat-Werten meist zwischen 85 und 95 Prozent, überwiegend unklares oder hohes Bias-Risiko, Hinweise auf Publikationsbias und eine starke geografische Häufung der Studien in einzelnen Ländern. Bei der Schlaf-Meta-Analyse etwa hatten nur 4 von 31 Studien ein niedriges Bias-Risiko, und es gab nachweisbaren Publikationsbias. Die Größenordnung der berichteten Effekte ist daher unzuverlässig. Diese Einordnung hat hohe beziehungsweise für die Schlafstudie niedrige Sicherheit hinsichtlich der Magnitude. Auch die Wirkung ist symptom-selektiv, nicht allgemein stimmungsaufhellend. Rosen-Aromatherapie etwa reduzierte in einer Auswertung Angst und Stress, zeigte aber keinen signifikanten Effekt auf Depression. Bei Krebspatienten senkte Aromatherapie Angst nur moderat, und kürzere Interventionen zeigten größere Effekte — was eher für kurzlebige, erwartungsgetriebene Wirkungen spricht als für einen stabilen biologischen Effekt. Diese Befunde haben mittlere Sicherheit.
Quellenstatus
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