Was muss ich über Aromachologie versus Aromatherapie wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Der Begriff Aromatherapie geht auf den französischen Chemiker René-Maurice Gattefossé zurück, der ihn 1937 prägte. Jean Valnet führte ihn ab 1964 in die medizinische Praxis ein. Aromatherapie ist damit als praxis- und heilkundlich orientierte Disziplin ein Kind des 20. Jahrhunderts, während die rituelle und volksmedizinische Nutzung von Duftpflanzen wie Weihrauch, Zeder, Rosmarin, Lavendel oder Zitrusölen Jahrhunderte bis Jahrtausende zurückreicht, etwa in europäischer Klosterheilkunde, TCM und Ayurveda. Der Begriff Aromachologie ist deutlich jünger. Er wurde 1989 vom Olfactory Research Fund, dem heutigen Sense of Smell Institute, geprägt und bezeichnet die wissenschaftliche Erforschung psychischer Effekte von Düften, ohne den heilkundlichen Anspruch der Aromatherapie. Aromachologie fragt „wie wirkt ein Duft messbar auf Stimmung, Kognition, Verhalten", Aromatherapie fragt zusätzlich „wie behandle ich damit". Die begriffliche Trennung ist für redliche Kommunikation wichtig.
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