Der am besten belegte molekulare Wirkmechanismus ist die Aktivierung eines Ionenkanals. Zimtaldehyd ist ein pharmakologisch etablierter Agonist des Kanals TRPA1, eines nicht-selektiven Kationenkanals. Diese Kanalaktivierung erklärt einen guten Teil der sensorischen Wirkung, also das Warme, Scharfe und Kribbelnde des Zimtreizes. Der Mechanismus ist gut abgesichert (TRPA1-Pharmakologie, zum Beispiel PMC7774270; Nature s41598-020-68013-2). Zusätzlich aktivieren Zimtaldehyd und Eugenol den wärmeempfindlichen Kanal TRPV3, was als weiterer Teil der sensorischen Wärme- und Kribbelwirkung gilt. Dieser Befund stammt vor allem aus molekularpharmakologischen Kanalstudien und ist schwächer abgesichert; die Confidence ist mittel (Molekularpharmakologie thermosensitiver TRP-Kanäle, Übersichten).
Öffentliche Quellen
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