Allergische Kontaktdermatitis durch Lorbeeröl ist gut dokumentiert; verantwortlich sind vor allem Sesquiterpenlactone wie Costunolid. Betroffen sind besonders Personen mit einer Sensibilisierung gegen Korbblütler. Es gibt Fallberichte über Reaktionen nach Massagen mit Mischungen aus Lorbeer- und Olivenöl bis hin zu einer erythema-multiforme-artigen allergischen Dermatitis. Für Kinder unter zwei Jahren, entzündete Haut sowie Schwangerschaft und Stillzeit gilt beim ätherischen Öl Zurückhaltung. Konzentrierte Extrakte und ätherisches Öl sollten in Schwangerschaft und Stillzeit nicht innerlich verwendet werden; klare klinische Sicherheitsdaten für diese Situationen fehlen. Die kulinarische Verwendung der Blätter in üblichen Küchendosen gilt als unbedenklich. Theoretisch möglich sind Interaktionen mit gerinnungshemmenden Medikamenten wie Warfarin sowie mit Sedativa, unter anderem durch Eugenol- und Cumaringehalt. Belastbare klinische Interaktionsstudien liegen hier nicht vor; bei Dauereinnahme höherer Mengen als Nahrungsergänzung ist dennoch Vorsicht angezeigt.
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