Fuer Basilikum sind vier chemisch klar getrennte Haupt-Chemotypen etabliert und gut belegt. Der Linalool-Typ ist das europaeische Suessbasilikum, bei dem Linalool oft mehr als die Haelfte des Oels ausmacht. Der Methylchavicol-Typ, auch Estragol-Typ genannt, ist typisch fuer exotische Herkuenfte wie Reunion und kann sehr hohe Estragol-Anteile erreichen. Daneben stehen der Methyleugenol-Typ und der Methylcinnamat-Typ, letzterer eine tropische Variante, die teils zusaetzlich viel Campher enthaelt. Zwischen diesen vier Polen existieren zahlreiche Zwischen- und Subtypen. Diese Chemotyp-Klassifikation ist etabliertes Wissen und wird durch vergleichende Analysen der Basilikum-Keimplasma-Vielfalt gestuetzt. Fuer die Praxis ist entscheidend, dass der Chemotyp die Wirkung und vor allem die Sicherheitsbewertung staerker bestimmt als der blosse Artname. In der Aromatherapie sind vor allem zwei Typen relevant: der Linalool-Chemotyp (Suessbasilikum) und der Estragol- beziehungsweise methylchavicolreiche exotische Chemotyp. Der Linalool-Typ gilt dabei als die deutlich sicherere Wahl, waehrend der estragolreiche Typ aus toxikologischen Gruenden problematisch ist. Der Estragol-Chemotyp kann etwa 75 bis 88 Prozent Estragol enthalten und ist damit fuer laengere innerliche Anwendung ungeeignet.
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