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Ätherische Öle · DE

Was ist bei Chemie und Inhaltsstoffe aus Sicherheitsgründen zu beachten?

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Was ist bei Chemie und Inhaltsstoffe aus Sicherheitsgründen zu beachten?

Der prägende Bestandteil des ätherischen Öls von Thymus vulgaris ist das phenolische Monoterpen Thymol, dessen Anteil je nach Öl etwa 23 bis 60 Prozent beträgt, im pharmakopöe-konformen Typ meist 37 bis 55 Prozent. Dazu kommt Carvacrol mit rund 0,5 bis 8 Prozent, ein Stellungsisomer des Thymols, sowie die biosynthetischen Vorstufen gamma-Terpinen und p-Cymen und außerdem Linalool. Thymol und Carvacrol sind also chemisch eng verwandt und unterscheiden sich nur in der Position der Hydroxylgruppe am Ring. Diese Zusammensetzung ist über GC-Analytik gut belegt (Kowalczyk et al., PMC7571078; Thymus vulgaris EO Review, PMC8467294). Biosynthetisch entstehen Thymol und Carvacrol durch Hydroxylierung von p-Cymen, das zuvor aus gamma-Terpinen aromatisiert wird. Für die medizinische und pharmazeutische Nutzung ist relevant, dass nur der Thymol-Chemotyp im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) als Thymianöl gelistet ist. Wenn von arzneilich verwendetem Thymianöl die Rede ist, ist damit in der Regel dieser phenolreiche Typ gemeint (PMC7571078; Ph. Eur. X). Thymianöl sowie Thymol und Carvacrol haben in den USA GRAS-Status als Lebensmittelaroma. In den kleinen Mengen, wie sie zum Aromatisieren von Lebensmitteln eingesetzt werden, gelten sie als sicher. Diese Einstufung bezieht sich ausdrücklich auf Aroma- und Lebensmittelmengen, nicht auf konzentrierte therapeutische Anwendung (FDA GRAS; PMC8467294).

Öffentliche Quellen

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