Was ist bei Einnahme und Vergiftungsgefahr aus Sicherheitsgründen zu beachten?
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TIKKI Wissensantwort
Der wichtigste ernste Sicherheitspunkt betrifft das Verschlucken. In hohen Dosen ist Eugenol ein direktes Zellgift. Von einer inneren Anwendung des ätherischen Nelkenöls wird generell abgeraten, weil es äußere und innere Schleimhäute reizt. Das Verschlucken von etwa 5 bis 10 Milliliter Nelkenöl kann schwere akute Leberschäden auslösen, klinisch als akute hepatische Nekrose mit einem Muster, das der Paracetamol-Vergiftung ähnelt, dazu Übersäuerung des Bluts, Krampfanfälle, Koma und Gerinnungsstörungen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder. In dokumentierten Fällen einer versehentlichen Aufnahme von etwa 5 bis 30 Milliliter stiegen Leberwerte teils über mehrere Tausend bis über 13.000 Einheiten pro Liter, begleitet von Unterzucker, Bewusstseinstrübung und metabolischer Azidose; die Erholung dauerte meist ein bis drei Wochen. Diese Warnung hat hohe Confidence (LiverTox NBK551727; Janes et al., Eur J Pediatr 2005, PubMed 15895251; PMC7227856). Zur fairen Einordnung gehört die andere Seite: Therapeutische und übliche Aroma- beziehungsweise Lebensmittelmengen von Eugenol sind laut LiverTox nicht mit Leberenzym-Erhöhungen oder klinischer Leberschädigung verbunden. Die Lebertoxizität tritt praktisch nur bei Überdosis und beim Verschlucken größerer Mengen des konzentrierten Öls auf. Für die Lebensmittelverwendung stuft die FDA Eugenol grundsätzlich als GRAS ein, also allgemein als sicher anerkannt, und die WHO nennt eine akzeptable tägliche Aufnahme von etwa 2,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Diese Werte gelten für Nahrungsmittelmengen, nicht für therapeutische Dosen des reinen Öls (LiverTox NBK551727; PMC7072209).
Öffentliche Quellen
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