Ein wichtiger und oft unterschätzter Punkt betrifft Haustiere. Die amerikanische Tierschutzorganisation ASPCA listet die Römische Kamille als Pflanze giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Als toxische Prinzipien werden das ätherische Öl, Bisabolol, Chamazulen, Anthemsäure und Gerbsäure genannt; klinische Zeichen sind Kontaktdermatitis, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit und allergische Reaktionen, bei längerer Aufnahme auch eine erhöhte Blutungsneigung (ASPCA Toxic and Non-toxic Plants: Roman Chamomile). Für Katzen gelten ätherische Öle einschließlich Kamille als besonders riskant, weil ihr Leberstoffwechsel bestimmte Verbindungen wie Terpene und Phenole schlecht abbauen kann; empfohlen wird, das Öl nicht topisch aufzutragen, keine Aufnahme zuzulassen und in geschlossenen Räumen ohne Rückzugsmöglichkeit nicht zu beduften, im Zweifel ohne tierärztliche Freigabe grundsätzlich kein Kamillenöl bei Katzen (HIQILI Vet-Guide; Organic Aromas; ToxiPets, Sekundärquellen). Für Hunde wird verdünntes Öl teils als relativ verträglich beschrieben, unter kontrollierter, niedrig dosierter Beduftung und möglichst unter tierärztlicher Begleitung; die orale Aufnahme unverdünnt ist jedoch toxisch, unter anderem über die Anthemsäure, und besondere Vorsicht gilt bei alten, geschwächten, trächtigen oder säugenden Tieren (candogseatit.com; Moksha Lifestyle; Organic Aromas, Sekundärquellen).
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