Was ist bei Ceylon gegen Cassia und das Cumarin-Thema aus Sicherheitsgründen zu beachten?
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TIKKI Wissensantwort
Der entscheidende sicherheitsrelevante Unterschied zwischen den beiden Handelsarten liegt in den Begleitstoffen. Cassia-Rindenöl ist ebenfalls zimtaldehyd-dominiert, enthält aber praktisch kein Eugenol und dafür o-Methoxyzimtaldehyd sowie eine Cumarin-Begleitung. Ceylon-Rindenöl (C. verum) enthält Eugenol und nur sehr wenig Cumarin. Für die Cumarin-Sicherheit ist die Artunterscheidung Ceylon gegen Cassia also entscheidend (BfR-FAQ Cumarin; Reviews zum Thema tale of two cinnamons, S2210803320300142). Cumarin ist lebertoxisch. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) von 0,1 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag festgelegt, das entspricht bei 60 Kilogramm etwa 1,5 bis 6 mg pro Tag. Cassia-Pulver enthält viel Cumarin, größenordnungsmäßig 2000 bis 4000 mg pro Kilogramm, bis rund ein Prozent, wobei einzelne Behördenmessungen von Cassia als Gewürz bis etwa 12,2 g pro Kilogramm reichen. Ceylon-Zimt enthält dagegen nur Spuren, unter etwa 200 mg pro Kilogramm, und gilt als nahezu cumarinfrei. Eine wichtige und oft verschwiegene Einschränkung für das Öl: Cumarin ist nur mäßig flüchtig, im wasserdampfdestillierten ätherischen Öl daher meist geringer als im Pulver, im Cassia-Öl aber durchaus relevant vorhanden. Diese Zusammenhänge haben hohe Confidence (BfR-FAQ; EFSA-TDI; PMC4913087 zur Cumarin-Hepatotoxizität in japanischer Kampo-Medizin; LGL Bayern zu Cumarin in Tees; spiceforlife.de).
Öffentliche Quellen
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