Rosmarin ist ein Paradebeispiel dafuer, wie wichtig die Unterscheidung zwischen Oel und Extrakt sowie zwischen Chemotypen ist. Robuste Humanevidenz gibt es vor allem fuer milde, kurzfristige Kognitions- und Wachheitseffekte des inhalierten Oels sowie fuer einen einzelnen, methodisch begrenzten Haarwuchs-Vergleich. Viele weitere Wirkungen sind bislang nur im Labor oder Tiermodell gezeigt, teils sogar nur fuer Extrakt-Bestandteile, die im aetherischen Oel gar nicht vorkommen. Regulatorisch ist ausschliesslich die traditionelle aeussere Anwendung anerkannt. Wer Rosmarinoel nutzt, sollte Chemotyp und Verduennung beachten und die klaren Kontraindikationen, allen voran Schwangerschaft, Epilepsie und Anwendung bei kleinen Kindern und Katzen, ernst nehmen.
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