Was muss ich über Krampfanfaelle durch Eukalyptus, auch ueber die Atemluft wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Kinder unter zwei Jahren sollen kein Eukalyptusoel einnehmen. Bereits etwa ein Teeloeffel unverduennten Eukalyptusoels kann bei Kleinkindern toxisch bis potenziell toedlich wirken, mit Krampfanfaellen und Daempfung des Zentralnervensystems; die Europaeische Arzneimittelagentur nennt eine Groessenordnung ab etwa 1,7 Millilitern, bei der Symptome beschrieben wurden. Wichtig fuer die Praxis: Eukalyptusoel-bedingte Krampfanfaelle sind nicht nur nach dem Trinken, sondern auch ueber Inhalation und Dampf beschrieben. Eine indische Fallserie berichtet von 110 Faellen, davon 49 Kinder, ueberwiegend nach inhalativer Exposition, meist mit generalisierten tonisch-klonischen Anfaellen; als haeufigste Behandlung wurde Levetiracetam eingesetzt, die Erholung war meist unauffaellig, die Betroffenen ueberwiegend unter fuenf Jahre alt. Symptome einer oralen Eukalyptusoel-Vergiftung treten meist rasch innerhalb von dreissig Minuten auf, koennen aber bis zu vier Stunden verzoegert sein: Erbrechen, Gangunsicherheit (Ataxie), Schlaefrigkeit, Bewusstlosigkeit, Krampfanfaelle und Atemdepression bis Apnoe.
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