Was muss ich über Der besondere Fall der Reisekrankheit wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Für die Reisekrankheit, also die bewegungs- oder kinetoseinduzierte Übelkeit, muss man am deutlichsten Wasser in den Wein gießen. Für Pfefferminzöl gibt es bei echter Reisekrankheit praktisch keine kontrollierten klinischen Studien; die Anwendung beruht auf Tradition und Anekdote, während die vorhandene Pfefferminz-Evidenz aus postoperativer, chemotherapiebedingter und Schwangerschaftsübelkeit stammt und nicht aus bewegungsinduzierter Übelkeit (Biology Insights Übersicht; Fehlen von RCTs in Cochrane und Reviews). Bekannt ist lediglich der unspezifische Zusammenhang, dass angenehme Gerüche wie Pfefferminze die Übelkeit mildern können, während üble Gerüche wie Abgase oder Rauch sie verschlimmern; die Nutzung bei Reiseübelkeit ist damit plausibel-unterstützend, aber nicht evidenzgesichert (Übersichtsartikel; Motion-Sickness-Literatur). Auch die Ingwer-Evidenz bei Reisekrankheit ist gemischt und schwach. Eine kleine Studie reduzierte nach ein bis zwei Gramm Ingwer die Übelkeit, die Magendysrhythmie und das Plasma-Vasopressin, und eine offene Studie mit hundertvierundachtzig Personen zeigte nach hundertsechzig Milligramm Extrakt eine signifikante Verbesserung des MSAQ-Scores, war aber unverblindet und ohne Placebo, während andere Studien keinen Effekt auf das vestibuläre System fanden (Lien et al., Vection-Studie; offene MSAQ-Studie, pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7378854).
Öffentliche Quellen
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