Palmarosa ist chemisch ein außergewöhnlich klar von einem einzigen Stoff dominiertes Öl: Geraniol macht mit rund 70 bis 85 Prozent den Löwenanteil aus, gefolgt von Geranylacetat sowie Linalool und Farnesol als charakteristischen Nebenkomponenten, wobei Varietät, Pflanzenteil, Herkunft und Saison das Profil deutlich verschieben können. Auf Labor- und Tierebene gibt es zahlreiche mechanistisch plausible Befunde, vor allem eine antibakterielle Wirkung mit Schwerpunkt auf grampositiven Keimen und ohne Wirkung gegen Pseudomonas, eine ausgeprägte antifungische Wirkung gegen Schimmel, Candida und Dermatophyten, eine antioxidative Aktivität sowie über Geraniol vermittelte entzündungsdämpfende und immunmodulatorische Effekte. Dem steht eine konzentrationsabhängige Zell- und Erbgut-Toxizität in hohen Dosen gegenüber, was zeigt, dass die Dosis entscheidet.
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