Wie lässt sich Chemie und Inhaltsstoffe ohne Heilversprechen einordnen?
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TIKKI Wissensantwort
Teebaumöl ist ein komplexes Gemisch aus rund hundert Einzelverbindungen. Der zentrale Wirkstoff und Leitmarker ist Terpinen-4-ol. Die internationale Norm ISO 4730 verlangt einen Mindestgehalt von 30 Prozent Terpinen-4-ol, kommerzielle Öle liegen meist bei 35 bis 48 Prozent, typisch bei 35 bis 40 Prozent. Dieser Wert ist das wichtigste Qualitätskriterium beim Einkauf (ISO 4730:2017; Carson, Hammer und Riley, Clin Microbiol Rev 2006, PMC1360273). Neben Terpinen-4-ol prägen weitere Hauptkomponenten das Öl: gamma-Terpinen mit etwa 10 bis 28 Prozent, alpha-Terpinen mit 5 bis 13 Prozent, 1,8-Cineol mit 0 bis 15 Prozent, dazu p-Cymol, Terpinolen, alpha-Terpineol und alpha-Pinen. Terpinen-4-ol, gamma-Terpinen und alpha-Terpinen machen zusammen etwa 70 bis 90 Prozent des Öls aus. Diese Zusammensetzung ist über GC-MS-Analysen gut abgesichert (ISO 4730; Carson et al., Clin Microbiol Rev 2006). Eine Besonderheit betrifft das 1,8-Cineol. Die ISO 4730 begrenzt diesen Bestandteil auf höchstens 15 Prozent. Grund ist, dass Cineol als der hautreizendere Anteil des Öls gilt. Qualitäts- und Handelsware wird deshalb gezielt auf einen niedrigen Cineolgehalt hin ausgewählt und standardisiert. Beim Kauf lohnt es sich also, auf ISO-Konformität und die Angabe des Terpinen-4-ol-Gehalts zu achten (ISO 4730:2017; SCCP Opinion on Tea Tree Oil, EU).
Öffentliche Quellen
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