Patchouli hat eine lange und gut dokumentierte Nutzungsgeschichte, deren Wirksamkeit aber überliefert und nicht modern belegt ist. In der traditionellen chinesischen Medizin ist Patchouli als Guang Huo Xiang bekannt, also als Pogostemonis Herba, und wird seit der Han-Dynastie verwendet. Es dient dort dazu, Feuchtigkeit auszuleiten und Sommerhitze zu vertreiben, und wird bei Sommergrippe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen sowie als Antiemetikum und Appetitanreger eingesetzt. Diese Einordnung ist gut dokumentiert und hat hohe Confidence (PMC6272783; Springer Chin Med 2020 Review; Chin Med Review, PMC7791836; Sacred Plant Co). In der ayurvedischen, indischen und arabischen Medizin wurde Patchouli unter anderem als Aphrodisiakum sowie bei Erkältung und Fieber verwendet, mit mittlerer Confidence (Sacred Plant Co; ask-ayurveda.com). In Südostasien legte man zerdrückte frische Blätter traditionell auf Insektenstiche und kleine Wunden und behandelte Ekzem mit Reiswasser (Sacred Plant Co).
Öffentliche Quellen
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