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Ätherische Öle · DE

Ist Angst und Serotonin (überwiegend Tiermodell) wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

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Ist Angst und Serotonin (überwiegend Tiermodell) wissenschaftlich belegt oder vor allem traditionell überliefert?

Ein guter Teil des mechanistischen Verständnisses stammt aus Tierversuchen und ist damit plausibel, aber nicht am Menschen bewiesen. Ylang-Ylang-Öl zeigte an Mäusen in etablierten Angsttests (Open Field, Elevated Plus Maze, Light-Dark Box) einen angstlösenden Effekt. Bemerkenswert ist, dass dieser Effekt geschlechtsabhängig war und nur bei männlichen Tieren auftrat; als einzeln wirksame Hauptkomponenten wurden Benzylbenzoat, Linalool und Benzylalkohol identifiziert (Zhang et al. 2016, Phytomedicine, PubMed 27912874). Diese Arbeit hat auf Tier-Ebene hohe Confidence. Mechanistisch erhöhte das Öl im selben Modell die Serotonin-Konzentration (5-HT) im Hippocampus und senkte Dopamin im Striatum männlicher Mäuse; Benzylbenzoat senkte zusätzlich das Verhältnis von 5-HIAA zu 5-HT. Die Schlussfolgerung lautet, dass die Wirkung über serotonerge und dopaminerge Bahnen läuft. In einem weiteren Mäusemodell kehrte Cananga-odorata-Öl eine chemisch (durch mCPP) ausgelöste Angst um, verbunden mit einer Regulation des MAPK/ERK-CREB-Signalwegs und des Serotonin-Systems (ScienceDirect S0378874117303483); Confidence mittel. Und bei autismusähnlichen Ratten reduzierte inhaliertes Cananga-odorata-Öl das Angstverhalten über eine Regulation des Serotonin- und Dopamin-Stoffwechsels (ScienceDirect S2095496423000067); Confidence mittel.

Öffentliche Quellen

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