Das kaltgepresste Zitronenöl ist wegen seiner Furocumarine phototoxisch, insbesondere wegen Bergapten, das in einer Größenordnung von etwa 0,2 bis 0,6 Prozent vorkommen kann. Bei UV-Exposition können diese Stoffe eine Photodermatitis mit Hautentzündung und Hyperpigmentierung auslösen. Deshalb gilt für Leave-on-Hautprodukte, also solche, die auf der Haut verbleiben, eine IFRA-Beschränkung in der Größenordnung von etwa 2 Prozent, und nach dermaler Anwendung wird eine UV-Karenz empfohlen. Nach höher dosiertem Hautkontakt sollte Sonnen- beziehungsweise UV-Licht für etwa 12 bis 18 Stunden gemieden werden (Tisserand Institute, Phototoxicity; Tisserand & Young, Essential Oil Safety). Das dermale Maximum für kaltgepresstes Zitronenöl liegt bei 2,0 Prozent zur Vermeidung phototoxischer Reaktionen; das entspricht etwa 12 Tropfen auf 30 ml Trägeröl beziehungsweise laut Angabe der Marke Tisserand höchstens 8 Tropfen auf 20 ml (Tisserand & Young, zitiert bei AromaWeb und myskinrecipes.com). Wichtig zur Entwarnung: Wasserdampfdestilliertes Zitronenöl ist praktisch nicht phototoxisch, da es kaum Furocumarine enthält; destilliert enthält es etwa 22-mal weniger Bergapten, gemessen wurden 0,0003 Prozent Bergapten (Tisserand Institute, Phototoxicity). Diese Aussagen haben hohe Confidence und sind etabliert.
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