In der Traditionellen Chinesischen Medizin (Ba Jiao Hui Xiang) wird Sternanis als warm und scharf klassifiziert. Er soll Yang waermen, Kaelte zerstreuen, Qi regulieren und Schmerzen lindern; zugeordnete Meridiane sind Niere, Milz, Leber und Magen. Schriftlich fassbar ist die Verwendung bis in die Ming-Zeit (unter anderem im Bencao Gangmu von Li Shizhen, 1596). Kulinarisch ist Sternanis Bestandteil des chinesischen Fuenf-Gewuerze-Pulvers gemeinsam mit Zimt, Nelken, Fenchel und Szechuan-Pfeffer und wird kulinarisch bereits seit der Song-Dynastie eingesetzt. In der europaeischen Phytotherapie ist Sternanis als Karminativum bei Blaehungen und Voellegefuehl, als Spasmolytikum bei leichten Bauchkraempfen sowie als Expektorans bei produktivem Husten etabliert. Traditionell wird ihm auch eine milchflusstreibende Wirkung zugeschrieben.
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