Was ist über Appetit und Fettstoffwechsel (Tiermodell) bekannt?
T
TIKKI Wissensantwort
Der am besten ausgearbeitete Mechanismus ist rein präklinisch. Im Rattenmodell erregt die olfaktorische Stimulation mit Grapefruit-Duft beziehungsweise mit Limonen die sympathischen Nerven zum braunen Fettgewebe und zur Nebenniere und hemmt zugleich den parasympathischen Magennerv. Das ist die vorgeschlagene Grundlage für eine gesteigerte Fettverbrennung (Lipolyse) und eine Appetitminderung (Shen, Niijima und Nagai 2005, PubMed 15862904; Niijima und Nagai 2003 zum weißen Fettgewebe). Besonders aufschlussreich ist der Rezeptorbefund: Die durch Limonen ausgelöste Lipolyse, gemessen am Anstieg von Glycerol, wird durch das Antihistaminikum Diphenhydramin aufgehoben. Der Effekt ist also histaminerg und damit H1-abhängig vermittelt (Shen et al. 2005). Das ist der am besten belegte rezeptorbezogene Wirkmechanismus überhaupt für dieses Öl, stammt aber ausdrücklich aus der Ratte und ist nicht auf den Menschen übertragbar.
Öffentliche Quellen
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