Was muss ich über Pulegon und Poleiminzöl — der Weg zum Leberversagen wissen?
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TIKKI Wissensantwort
Pulegon ist der Hauptbestandteil von Poleiminzöl, im europäischen Öl mit etwa achtzig bis neunzig Prozent. Es wird durch Cytochrom-P450-Enzyme zu Menthofuran, das rund die Hälfte ausmacht, und zu weiteren reaktiven Metaboliten wie Menthofuran-Epoxid und Pulegon-8-Aldehyd oxidiert. Dieser Stoffwechselweg ist in vitro belegt, mit hoher Confidence. Die Leberschädigung durch Pulegon läuft über mindestens zwei Wege. Erstens depletieren elektrophile Pulegon-Metabolite stark das Glutathion in Leber und Plasma, was sich verschlimmert, wenn die Glutathion-Bildung gehemmt wird. Zweitens ist Menthofuran selbst direkt leberschädigend, über reaktive Zwischenprodukte und kovalente Proteinbindung. Diese Doppelmechanik ist tierexperimentell belegt, an der Ratte, mit hoher Confidence. Beim Menschen verursacht Poleiminzöl schwere, teils tödliche Leberschäden bis zum fulminanten Leberversagen. Historisch trat dies vor allem bei der Anwendung als Abtreibungsmittel auf und ist in klinischen Fallberichten dokumentiert. Dieser Schaden ist am Menschen belegt, mit hoher Confidence. Poleiminzöl gehört damit zu den Ölen mit dokumentierter tödlicher Wirkung beim Menschen.
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