Die Verbindung zwischen ADH1B-Varianten und Allergien ist wissenschaftlich nicht gut belegt. ADH1B kodiert für die Alkoholdehydrogenase, die Ethanol zu Acetaldehyd abbaut. Einige Studien deuten darauf hin, dass schnelle Metabolisierer (z. B. Träger des rs1229984 A-Allels) weniger Alkohol konsumieren, was indirekt das Allergierisiko senken könnte – etwa durch geringere Histaminbelastung oder reduzierte Schleimhautreizung. Direkte Assoziationen zwischen ADH1B und allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen oder Asthma sind jedoch rar und meist nicht repliziert. Die Evidenz ist daher als ‚mixed‘ oder ‚unclear‘ einzustufen. Ein Gentest auf ADH1B liefert keine klinisch verwertbare Aussage zum persönlichen Allergierisiko. Wer echte Allergiesymptome hat, sollte einen Allergietest (IgE, Pricktest) beim Arzt durchführen lassen. Die MyBody-X-Analyse kann hier nur als Hintergrundinformation dienen, nicht als Diagnose.
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