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Welche Rolle spielt Cortisol für Wechseljahre?

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Welche Rolle spielt Cortisol für Wechseljahre?

Cortisol, das wichtigste Stresshormon des Menschen, wird über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) reguliert. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die HPA-Achse beeinflussen kann. Studien zeigen, dass Frauen in der Perimenopause häufig erhöhte oder dysregulierte Cortisolspiegel aufweisen, insbesondere abends. Dies kann zu Schlafstörungen, verstärkter Gewichtszunahme (v. a. viszerales Fett), Stimmungsschwankungen und kognitiven Beeinträchtigungen beitragen. Ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel wird zudem mit beschleunigter Hautalterung und verminderter Kollagenproduktion in Verbindung gebracht. Allerdings ist die Evidenzlage überwiegend beobachtend; es gibt keine validierten genetischen Marker, die eine personalisierte Vorhersage des Cortisolrisikos in den Wechseljahren erlauben. Consumer-DNA-Tests, die mit solchen Zusammenhängen werben, sind meist nicht ausreichend belegt. Praktisch empfohlen werden Stressmanagement, ausreichend Schlaf, Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Ein Cortisol-Test (Speichel oder Blut) kann bei anhaltenden Symptomen sinnvoll sein, sollte aber ärztlich interpretiert werden.

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