Die Frage, ob 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-Vitamin D) den Schlaf verbessern kann, wird in der Forschung zunehmend diskutiert. Es gibt Hinweise aus Beobachtungsstudien, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel mit Schlafstörungen, kürzerer Schlafdauer und schlechterer Schlafqualität assoziiert sind. Vitamin-D-Rezeptoren finden sich in Hirnregionen, die den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren, was einen biologischen Mechanismus nahelegt. Allerdings ist die Evidenzlage nicht eindeutig: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zeigen nur moderate Effekte, insbesondere bei Personen mit nachgewiesenem Mangel. Bei Menschen mit normalen Spiegeln bringt eine Supplementierung meist keinen signifikanten Vorteil. Zudem ist 25-OH-Vitamin D ein Speichermarker, nicht das aktive Hormon; die Umwandlung in 1,25-Dihydroxy-Vitamin D ist reguliert. Ein Bluttest kann einen Mangel aufdecken, aber eine Selbstmedikation ohne ärztliche Begleitung ist nicht empfehlenswert – insbesondere wegen möglicher Toxizität bei Überdosierung. Für die Schlafhygiene sind andere Faktoren (Lichtexposition, Melatonin, Stress) oft relevanter. Evidenzgrad: human-moderate. Caveat: Keine spezifischen Empfehlungen aus Consumer-Tests ableiten.
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