Die kurze Antwort: Nein, IgG-Tests auf Nahrungsmittel sind zur Gewichtsreduktion nicht sinnvoll. Die wissenschaftliche Fachgesellschaften (z. B. EAACI, AAAAI) und die aktuelle S2k-Leitlinie zu Arzneimittelüberempfindlichkeit (PMID:37705676) stellen klar, dass IgG-Bestimmungen keine klinische Validität für die Diagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben. IgG gegen Nahrungsmittel ist oft ein normaler immunologischer „Gedächtnis“-Marker nach Kontakt – kein Zeichen einer Unverträglichkeit. Ein positiver IgG-Befund verleitet zu unnötigen Diäten, die Nährstoffmängel riskieren, ohne dass eine Gewichtsabnahme dadurch gefördert wird. Gewichtsmanagement basiert auf Energiebilanz, Makronährstoffqualität und Verhaltensänderung – nicht auf IgG-Werten. Falls du dennoch überlegst, einen solchen Test zu machen: Die Evidenz spricht klar dagegen. Sinnvoller sind ärztlich begleitete Blutanalysen (z. B. Schilddrüse, Blutzucker, Entzündungsmarker) und eine ausgewogene Ernährung.
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