Bei einer allergischen Reaktion hängt das Vorgehen von der Schwere ab. Bei leichten Symptomen wie Hautrötung, Juckreiz oder Niesen können Antihistaminika (z. B. Cetirizin, Loratadin) aus der Apotheke helfen. Bei Atemnot, Schwellungen im Gesicht/Rachen, Kreislaufproblemen oder Bewusstseinsstörungen handelt es sich um einen Notfall (Anaphylaxie) – sofort Notarzt rufen (112) und ggf. Adrenalin-Autoinjektor anwenden, falls vorhanden. Nach einer akuten Reaktion sollte die Ursache allergologisch abgeklärt werden (Hauttest, spezifisches IgE). MyBody-X-Tests (DNA, Blut, Mikrobiom) können keine akute Allergie diagnostizieren oder behandeln; sie liefern allenfalls Hinweise auf genetische Prädispositionen (z. B. Histaminintoleranz-SNPs) oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die aber nicht mit einer echten Allergie gleichzusetzen sind. Evidenz: Praxisleitlinien (z. B. AWMF) und klinische Erfahrung. Vorsicht: Bei Verdacht auf Anaphylaxie keine Zeit mit Selbsttests verlieren.
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