Die Schilddrüsenfunktion und die Wechseljahre sind eng miteinander verknüpft, was zu zahlreichen Mythen führt. Ein häufiger Mythos besagt, dass ein erhöhter TSH-Wert in den Wechseljahren immer auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hinweist. Fakt ist: In der Perimenopause und Menopause kommt es zu hormonellen Schwankungen, die den TSH-Spiegel vorübergehend beeinflussen können. Östrogenabfall verändert die Bindung von Schilddrüsenhormonen, sodass der TSH-Wert ohne echte Schilddrüsenerkrankung leicht ansteigen kann. Ein weiterer Mythos: TSH sei der alleinige Marker für die Schilddrüsengesundheit. Tatsächlich sind freie T3- und T4-Werte sowie Antikörper (TPO, Tg) entscheidend für eine vollständige Beurteilung. Zudem wird oft behauptet, dass eine Schilddrüsenbehandlung in den Wechseljahren unnötig sei. Studien zeigen jedoch, dass eine unbehandelte Hypothyreose das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose erhöht – beides relevante Themen in der Menopause. Die Evidenz ist human-strong: Leitlinien empfehlen TSH-Referenzbereiche, die für die Menopause angepasst werden sollten. Caveat: Ein einzelner TSH-Wert reicht nicht aus; eine ärztliche Abklärung mit vollständigem Schilddrüsenprofil ist notwendig. MyBody-X-Tests können Hinweise liefern, ersetzen aber keine Diagnose.
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