Die CRP-Basisbestimmung (C-reaktives Protein) ist sinnvoll, wenn ein allgemeines Screening auf Entzündungen gewünscht wird – etwa im Rahmen einer Routineuntersuchung oder bei Verdacht auf chronisch-entzündliche Prozesse. Der klinische Standard besagt, dass Werte zwischen 1–3 mg/L auf eine leichte, aber anhaltende Entzündung hindeuten können, während >10 mg/L eher auf eine akute Infektion verweisen. Allerdings ist CRP unspezifisch: Erhöhte Werte können durch Infektionen, Autoimmunerkrankungen, Gewebeschäden oder sogar Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder Adipositas verursacht werden. Ein einzelner Test liefert daher keine Diagnose, sondern dient als Hinweis. Die Aussagekraft von Heimtests ist zudem begrenzt – Laboranalysen sind zu bevorzugen. Für eine sinnvolle Interpretation sollte CRP immer im klinischen Kontext betrachtet werden, idealerweise mit einem Arzt. Ohne Beschwerden oder Risikofaktoren ist ein CRP-Basis-Screening meist nicht indiziert und kann zu unnötigen Sorgen führen. Evidenz: klinische Praxis, aber keine randomisierten Studien belegen einen Nutzen für asymptomatische Personen.
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