Was steht hinter dem Thema protein bedarf berechnen?
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TIKKI Wissensantwort
Die Berechnung des Proteinbedarfs ist ein zentrales Thema in der Ernährungsphysiologie. Grundlage sind allgemeine Richtwerte (z. B. 0,8 g/kg Körpergewicht für Erwachsene, 1,2–2,0 g/kg für Sportler), die jedoch individuell variieren – abhängig von Alter, Aktivität, Gesundheitszustand und Zielen (Muskelaufbau, Gewichtsreduktion, Regeneration). MyBody-X-Tests (DNA, Blut, Mikrobiom) können hier ergänzende Hinweise liefern, etwa zu genetischen Varianten im mTOR-Signalweg oder zur Aminosäureverwertung. Die Effektstärke solcher Marker ist jedoch meist gering, und die Evidenz für eine personalisierte Proteinempfehlung aus Gentests ist überwiegend mechanistisch oder marketinggetrieben. Blutmarker wie Albumin oder Harnstoff können den aktuellen Proteinstatus anzeigen, sind aber keine direkte Berechnungsgrundlage. Fazit: Die klassische Berechnung nach Körpergewicht und Aktivität bleibt der Goldstandard. DNA- oder Bluttests können als Zusatzinformation dienen, ersetzen aber keine fundierte Ernährungsberatung. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen – ein Test allein optimiert nicht die Proteinzufuhr.
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