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Evidenz-Check: hsCRP im Kontext von Abnehmen

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Evidenz-Check: hsCRP im Kontext von Abnehmen

hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für systemische Entzündungen, der in der kardiovaskulären Risikobewertung verwendet wird. Im Kontext von Gewichtsverlust zeigt die Evidenz, dass eine Reduktion des Körperfetts – insbesondere viszeralen Fetts – zu einer signifikanten Senkung des hsCRP-Spiegels führen kann. Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien (z. B. zu kalorienreduzierten Diäten oder bariatrischer Chirurgie) belegen einen moderaten, aber konsistenten Effekt: Pro 5 % Gewichtsverlust sinkt hsCRP um etwa 0,2–0,5 mg/L. Allerdings ist hsCRP ein unspezifischer Marker; akute Infekte, Rauchen, Schlafmangel oder andere Entzündungsquellen können die Werte verfälschen. Zudem gibt es genetische Varianten (z. B. im CRP-Gen), die die Baseline-Werte beeinflussen, ohne dass dies direkt mit Adipositas zusammenhängt. Die klinische Relevanz einer hsCRP-Senkung durch Abnehmen ist unbestritten, aber der Marker sollte nicht isoliert interpretiert werden. Für eine individuelle Bewertung sind wiederholte Messungen und die Berücksichtigung des Gesamtrisikoprofils (LDL, Blutdruck, Nüchternglukose) notwendig. Marketingversprechen, die hsCRP als alleinigen Indikator für ‚Entzündungshemmung durch Diät‘ darstellen, sind irreführend. Die Evidenzlage ist insgesamt als moderat einzustufen: Der Zusammenhang ist gut belegt, aber die Effektstärke variiert und die klinische Entscheidungsfindung erfordert mehr als einen einzelnen Biomarker.

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