HDL (High-Density-Lipoprotein) wird oft als „gutes Cholesterin“ bezeichnet und spielt eine Rolle im Steroidhormonstoffwechsel, z. B. bei der Produktion von Testosteron und Östrogen. Einige Studien deuten darauf hin, dass niedrige HDL-Spiegel mit einer verminderten Fruchtbarkeit bei Männern (Spermienqualität) und Frauen (Eizellreifung, Endometriumfunktion) assoziiert sein können. Allerdings ist die Evidenzlage moderat: Es gibt überwiegend epidemiologische und mechanistische Hinweise, aber keine großen randomisierten Studien, die einen kausalen Effekt belegen. HDL-Werte werden durch Ernährung, Bewegung, Rauchen und Genetik beeinflusst – ein direkter DNA-Test auf HDL-Fertilitätsgene (z. B. CETP, LIPC) hat derzeit nur geringen prädiktiven Wert. Ein MyBody-X-Test kann HDL-bezogene Varianten anzeigen, aber die klinische Relevanz für die individuelle Fruchtbarkeit ist unklar. Empfehlung: HDL-Werte ärztlich bestimmen lassen und Lebensstil optimieren; ein Gentest ersetzt keine Fruchtbarkeitsdiagnostik.
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