Evidenz-Check: Fertility Check im Kontext von Sport
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TIKKI Wissensantwort
Ein sogenannter Fertility Check im Kontext von Sport wird oft als Kombination aus Hormon-, DNA- und Biomarker-Tests vermarktet, die angeblich die Fruchtbarkeit bei Sportlern optimieren sollen. Die Evidenzlage ist jedoch schwach: Die meisten angebotenen Tests (z. B. für MTHFR, FTO oder einzelne Sexualhormone) basieren auf Assoziationsstudien mit kleinen Effekten und wurden nicht spezifisch für Sportler validiert. Zwar können intensives Training und Übertraining tatsächlich die Fruchtbarkeit beeinflussen (z. B. über Cortisol, niedriges Körperfett, Zyklusstörungen), doch ein pauschaler Gentest oder Hormoncheck ersetzt keine individuelle medizinische Abklärung. Die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) raten von Direct-to-Consumer-Fertilitätstests ohne ärztliche Begleitung ab. Für Sportlerinnen und Sportler mit Kinderwunsch sind eine sportmedizinische Beratung, eine Ernährungsanalyse (z. B. Eisenstatus, Vitamin D) und ein ärztliches Hormonprofil sinnvoller als ein kommerzielles „Fertility Panel“. Die Evidenz für den Nutzen solcher Checks im Sportkontext ist überwiegend marketinggetrieben und nicht ausreichend belegt.
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