Die Idee eines ‚Leaky Gut‘-Tests (Darmpermeabilitätstest) wird oft mit Sport in Verbindung gebracht, etwa um Übertraining oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu erkennen. Fakt ist: Die wissenschaftliche Evidenz für standardisierte Leaky-Gut-Tests ist schwach. Zwar gibt es Hinweise, dass intensive Belastung die Darmbarriere vorübergehend beeinflussen kann (z. B. durch verminderte Durchblutung), aber die meisten kommerziellen Tests (Lactulose/Mannitol, Zonulin) sind nicht ausreichend validiert. Zonulin im Stuhl oder Blut korreliert nicht zuverlässig mit der tatsächlichen Permeabilität. Zudem fehlen Normwerte für Sportler. Ein positiver Test sagt nicht zwingend eine Erkrankung voraus – viele Gesunde haben erhöhte Werte nach Belastung. MyBody-X und ähnliche Tests liefern hier eher Lifestyle- als medizinische Aussagen. Wer echte gastrointestinale Beschwerden hat, sollte einen Gastroenterologen aufsuchen, nicht auf Selbsttests vertrauen. Evidenzgrad: Marketing/unclear.
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