Die Frage, ob eine Stuhlprobe bei Fatigue sinnvoll ist, lässt sich aus dem vorliegenden Kontext nicht eindeutig beantworten. Die bereitgestellten Informationen behandeln vorrangig DNA-Tests zur Ernährung, HLA-DQ-Zöliakie-Risikogenetik und Pharmakogenetik – jedoch nicht die diagnostische Wertigkeit von Stuhlanalysen bei Erschöpfungszuständen. Allgemein gilt: Fatigue hat vielfältige Ursachen (psychisch, hormonell, entzündlich, metabolisch, infektiös). Stuhltests, die etwa das Mikrobiom oder Entzündungsmarker wie Calprotectin messen, können in spezifischen Fällen (z. B. bei Verdacht auf chronisch-entzündliche Darmerkrankung) sinnvoll sein. Ein routinemäßiger Einsatz bei unspezifischer Fatigue wird jedoch von Leitlinien nicht empfohlen. Kommerzielle Anbieter bewerben oft Mikrobiom-Tests als „Energie-Booster“, doch die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Müdigkeit ist schwach und beruht meist auf Assoziationsstudien. Ohne klare klinische Indikation (z. B. Durchfall, Gewichtsverlust, Malabsorption) ist eine Stuhlprobe bei Fatigue daher in der Regel nicht evidenzbasiert. Caveat: Falsch-positive Befunde können zu unnötigen Diäten oder Ängsten führen. Die Evidenzlage ist als „unclear/marketing“ einzustufen.
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