Die Evidenz für IgG-Tests im Sportkontext ist schwach. IgG (Immunglobulin G) wird oft als Marker für Nahrungsmittelunverträglichkeiten vermarktet, insbesondere IgG4. Wissenschaftliche Leitlinien (z. B. der European Academy of Allergy and Clinical Immunology) lehnen IgG-basierte Tests zur Diagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten ab, da IgG normalerweise als Reaktion auf Nahrungsmittel gebildet wird und kein Zeichen einer Pathologie ist. Im Sportbereich wird IgG manchmal zur Beurteilung der Immunfunktion oder zur Optimierung der Ernährung beworben, doch die Studienlage ist inkonsistent. Es gibt keine robusten Belege, dass eine IgG-gesteuerte Diät die sportliche Leistung, Regeneration oder Entzündungsmarker verbessert. Zudem können falsch-positive Ergebnisse zu unnötigen Diätrestriktionen und Nährstoffmängeln führen. Einige Athleten nutzen IgG-Tests im Rahmen eines „Personalisierten Ernährungsplans“, aber die Evidenz bleibt auf Marketingebene. Vorsicht: IgG-Tests ersetzen keine ärztliche Abklärung bei echten Allergien oder Unverträglichkeiten (z. B. Laktoseintoleranz, Zöliakie).
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