Helicobacter pylori (H. pylori) ist ein Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und oft schon im Kindesalter erworben wird – meist durch engen Familienkontakt. Bei Kindern verläuft die Infektion häufig symptomlos, kann aber auch zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Sodbrennen führen. Ein wichtiger Risikofaktor ist die familiäre Häufung: Wenn Eltern oder Geschwister infiziert sind, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Die Diagnose erfolgt über Stuhlantigentest, Atemtest oder Magenspiegelung mit Biopsie. Eine Behandlung mit Antibiotika (z. B. Amoxicillin, Clarithromycin, Metronidazol) plus Protonenpumpenhemmer wird nur bei symptomatischen Kindern oder bei bestimmten Risikokonstellationen (z. B. Ulkus, Familienanamnese für Magenkrebs) empfohlen. Resistenzentwicklung ist ein wachsendes Problem, daher sollte die Therapie möglichst resistenzgerecht erfolgen. Eine generelle Screening-Untersuchung bei gesunden Kindern wird nicht empfohlen. Die Evidenz basiert auf klinischen Studien und Leitlinien, jedoch ohne direkte Quellenangabe im gegebenen Kontext. Die Aussagekraft ist moderat, da individuelle Risikofaktoren und regionale Resistenzmuster stark variieren.
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