Schlaftraining bezieht sich auf verhaltenstherapeutische Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität und -konsistenz. Es umfasst Techniken wie feste Schlafenszeiten, Vermeidung von Bildschirmzeit vor dem Schlaf, Entspannungsübungen und ggf. kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (CBT-I). Die Evidenz für diese Ansätze ist stark: CBT-I gilt als Goldstandard bei chronischer Insomnie, mit nachhaltiger Wirkung ohne Medikamente. Allerdings gibt es keine genetischen Marker, die direktes Schlaftraining ersetzen oder personalisieren könnten – die meisten Consumer-DNA-Tests bieten hierzu keine validen Handlungsempfehlungen. Auch Biomarker wie Melatonin oder Cortisol sind nur im klinischen Kontext sinnvoll interpretierbar. Schlaftraining erfordert Disziplin und Geduld; schnelle Erfolge sind selten. Wer unter anhaltenden Schlafproblemen leidet, sollte ärztliche Abklärung suchen, bevor er auf Selbstoptimierung setzt.
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