Mythen vs. Fakten: Menopause-Check und Müdigkeit. Ein verbreiteter Mythos ist, dass Müdigkeit in den Wechseljahren ‚nur Einbildung‘ sei. Fakt ist: Hormonelle Veränderungen (Östrogenabfall) können Schlafqualität, Thermoregulation und Energiehaushalt beeinflussen. Allerdings ist Müdigkeit multifaktoriell – auch Stress, Schilddrüsenfunktion, Eisenmangel oder Schlafapnoe spielen eine Rolle. Ein reiner Menopause-Check (z. B. Hormonmessung) allein erklärt oft nicht die Erschöpfung. DNA-Tests zu Müdigkeit oder Menopause sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt; die hier vorliegenden genetischen Daten (GLO1, rs1726866, FTO) haben keinen direkten Bezug zu menopausaler Müdigkeit. Die Evidenz für genetische Prädisposition ist schwach. Sinnvoller ist eine umfassende ärztliche Abklärung inklusive Blutbild, Schilddrüsenwerten, Vitamin D und Ferritin. Ein Menopause-Check kann Teil der Diagnostik sein, ersetzt aber keine individuelle Ursachensuche. Vorsicht vor Marketing, das einfache genetische Lösungen verspricht.
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